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40-Jahr-Feier der Adolf-Kolping-Berufsschule

„Ich schreibe hier die besten Noten meines Lebens“

 

Bereits seit 40 Jahren wird an der Adolf-Kolping-Berufsschule in München unterrichtet. Dieses Jubiläum wurde bei einem großen Tag der offenen Tür gefeiert. Die Bühne für den Empfang wurde dabei durch symbolische Berufs-Bausteine von den Schülern selbst zusammengebaut. Auf dieser Bühne begrüßte Schulleiterin Andrea Garufo zusammen mit dem Schulleitungsteam die etwa 150 geladenen Gäste aus Politik und Gesellschaft zur Eröffnung. Die Schule ist eine private, staatlich anerkannte Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung mit dem Förderschwerpunkt Lernen. Deshalb freute sich Garufo ganz besonders, dass die Förderschule eine Erfolgsquote von 85% hat. Nahezu jeder Schüler schafft es also, seine Ausbildung erfolgreich abzuschließen – trotz Lernschwierigkeiten, Problemen im sozialen Umfeld oder anderer Hindernisse.

Vier Schüler kamen auch selbst zu Wort und lobten den Unterricht und das Schulklima. So freute sich einer der Schüler, dass man hier „sein eigenes Ding durchziehen“ könne und dabei immer unterstützt werde. Ein anderer meinte, dass er „bereits an drei Schulen gewesen“ sei, doch jetzt schreibe er hier an der Adolf-Kolping-Berufsschule „die besten Noten meines Lebens“. Möglich ist das alles nur durch gezielte Förderung und individuelle Wissensvermittlung, denn es wird nach den gleichen Lehrplänen wie an der Regelberufsschule unterrichtet und auch die Gesellenprüfungen sind identisch. Auch deshalb sind die Klassen relativ klein und die rund 1500 Schüler verteilen sich auf etwa 140 Klassen und 120 Lehrer.

Gestartet hatte die Schule anders, erzählte Gertrud Knoll, die als ehemalige Lehrerin von den Anfängen berichten konnte. So befand sich die Schule 1978 noch in der Adolf-Kolping-Straße in der Münchner Innenstadt. Auf die rund 180 Schüler kamen damals 12 Lehrer. Insgesamt musste noch viel improvisiert werden, erinnerte sich Knoll, und so wurden ein Duschraum zum Klassenzimmer und eine Tischtennisplatte zur Tafel umfunktioniert. Doch mit der Zeit wuchs die Schule immer weiter und nach mehreren Umzügen war man 2006 in dem Neubau am heutigen Standort „Am Oberwiesenfeld“ im Münchner Norden angekommen.

Was die Schule heute alles bietet, zeigten die Schüler anschließend selbst den interessierten Besuchern. So durften die Gäste in der Metalltechnik kleine Schaltkreise löten, bei den Schreinern den Hobel führen oder sich bei einer Maniküre durch die Kosmetiker verwöhnen lassen. Die Schüler aus den Bereichen Gastgewerbe, Fleischverarbeitung und Back- und Süßwarenabteilung sorgten für die gute Verpflegung der Besucher.

Träger der Schule ist das Kolping-Bildungswerk München und Oberbayern e.V. und so sprach Präses Msgr. Christoph Huber der Schule und seinen Besuchern den Segen aus. Als Geschenk überreichte er der Schulleiterin  einen Rosenkranz, den er selbst von Papst Franziskus erhalten hatte. Dieser Rosenkranz solle immer im Büro der Schulleitung zu finden und für alle Lehrer und Schüler zugänglich sein, so Huber. Er freue sich, dass an der Schule die drei Dinge vermittelt würden, die schon Adolph Kolping wichtig waren: Bildung, Religion und Heimat.

Text und Fotos: Simon Vornberger, Öffentlichkeitsreferent

 

04.07.2018